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Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF)


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25.03.2010

Köln: Bestandsaufnahme zum Equal Pay Day

Frauen verdienen durchschnittlich 700 € weniger als ihre männlichen Kollegen

ASF-Vorstand Köln mit Hannelore Kraft (Mitte)

Von den 16.069 Bediensteten bei der Stadtverwaltung Köln sind 9.867 Frauen (61,4 %) und 6.202 Männer (38,6 %). Laut dem Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern in Köln verdient ein Bediensteter der Stadt im Durchschnitt 2.200 Euro, eine weibliche Bedienstete dagegen nur 1.500 Euro netto im Monat. Den weiblichen Kölner Angestellten geht es damit nicht anders als den berufstätigen Frauen in Deutschland insgesamt!

Anlässlich des Equal Pay Day am 26.3.2010, dem Tag, an dem die Frauen in Deutschland seit dem 1.1.2009 endlich soviel verdient haben wie die Männer im letzten Jahr (1.1. bis 31.12.2009), fordern die SPD Frauen in Köln das Ende der Lohndiskriminierung für Frauen!

Die Ursachen dafür, dass Frauen weniger verdienen als Männer sind vielfältig: Der Frauenanteil in Spitzenpositionen und auf der mittleren Führungsebene ist geringer als in den schlechter bezahl-ten Positionen; es sind die Frauen, die überwiegend in Teilzeit und Minijobs arbeiten und nicht zuletzt werden frauentypische Berufe immer noch schlechter bezahlt als männertypische Berufe. Hinzu kommen außerdem noch steuerliche Regelungen, die - wie das Ehegattensplitting - das Einkommen der Frauen als Zuverdienst steuerlich schlechter stellen.

Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) Köln fordert die Stadt Köln auf, der Lohndiskriminierung von Frauen entgegenzuwirken, indem sie gezielt Frauen in Führungspositio-nen und auf der mittleren Führungsebene einsetzt und indem sie eine Betreuungsinfrastruktur schafft, die es Frauen ermöglicht, längere Arbeitszeiten mit ihren familiären Verpflichtungen zu vereinbaren. Der bereits existierende Frauenförderplan der Stadt Köln hat sich genau diese Punkte zum Ziel gemacht.

Aber: Wie die Zahlen zeigen, ist die Stadt noch weit von einer Überwindung der Lohndiskriminierung entfernt!

"Wir haben die bestausgebildetste Frauengeneration, die es je gab – auch in Köln! Wer will soviel 'Kapital' brach liegen lassen?! Die Stadt Köln sollte das Wissen und Können der Frauen zum Wohl für unsere Stadt nutzen! Sie sollte unsere Stadt dadurch zum Vorbild für die Stadtwerke ebenso wie für die Privatwirtschaft machen!", so die Kölner SPD-Frauen-Vorsitzende Julia von Dewitz.

Vorschau

  • 01.07.2011, 14:00 Uhr - Projektgruppe Arbeitsmarktpolitik für Frauen
  • 01.07.2011, 16:00 Uhr - ASF-Bundesvorstand

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